7/10/2008

Cattles !



Überall sehen wir Rinder - hier in Australien Cattles, Fleisch für die Welt. Und die Rancher und Farmer - an der Ostküste mit Zuckerrohr und Gemüse - hier haben ähnliche Probleme wie umsere Landwirte in Deutchland. Fuer uns ist es aber die Freude, durch die Landwirtschaft in Afrika und Asien oder jetzt in Australien an unsere kleine Kate in Mörel, an unsere Freunde und Nachbarn, erinnert zu werden. Nochmals: Beste Grüsse aus dem winterlichen Australien, im Nordosten, in den Kimberleys, waren es meist 30 Grad`tagsüber und nachts ging es runter unter 10 Grad.









In dem unwegsamen, unübersichtlichen Gelände können nur Cowboys auf Pferden - oder bei den riesigen Rinderherden - der Rancher im Hubschrauber die Cattles, die Kühe, zusammentreiben. Die größte Cattle-Farm in der Kimberleys, die übrigens von einer Frau bewirtschaftet wird, ist über 1 Million Acres (3Acres=1 Hektar) groß! Hier werden die Tiere gezählt und ausgewählt - zum Schlachten oder noch ein Jahr auf die Wildnis-Weide. Das Problem der Rancher hier: Die Cattle-Preise sinken, unsere Landwirte in Mörel,Holstein kennen dieses Problem ...




7/02/2008

Four-Wheel-Abenteuer


Für mich hatte Australien gleich drei Überraschungen parat: Ich konnte in der Wildniss mit dem 4-Wheel-Car auf sehr ungewöhnlichen Wegen - fast wie Offroad - fahren, es war einfach herrlich. Und wie früher als Jugendlicher in relativ kleinen Zelten in Wildernis Camps schlafen - mitten in der Natur, ohne jeden Komfort. (Und später im Caranvan an der Ostküste direkt am Strand übernachten - wunderbar, mit Meeresrauschen für das Ohr und die Milchstrasse im grossen, freuen Sternenhimmel fürs Auge.)




Grössere und kleinere Flüsse, oft auch "nur" überflutete Strassen, zu durchfahren, das bringt wirklich Spass - und ist eine herrliche Art Auto zu fahren ...




Endlos fahren, täglich etwa 300 km, nicht auf Strassen,
auf Schotterpisten, Sandwegen, endlosen Bodenwellen,
oft nur eine Spur auf der Strasse. Aber der Gegenverkehr - meist zuerst an der grossen Staubwolke zu erkennen - kam ja auch nur halbstündlich - und wir hatten die Strasse für uns.
Die nächste Tankstelle in der Wildnis natuerlich auch nur alle paar hundert Kilometer - wir hatten ja den Reservetank.
Neben Kühen und Wildtieren gab es auch noch die sogenannten Road-Trains mit grossen Tempo und bis zu vier grossen Anhängern (insgesamt bis zu 60 m lang) und schleuderten Steine gegen die Windschutzscheibe. (Diese Schäden sind übrigens in keiner Auto-Versicherung drin und müssen also extra bezahlte werden.) Wir hatten bereits am ersten Tag zwei Steineinschläge auf der Windschutzscheibe ...












Beim zweiten Wildernes Tented Camp Marunbadidi kamen wir erst bei Dunkelheit an und mussten durch den Fluss - und sahen den weiteren Weg nicht mehr. Glücklicherweise kam ein anderes Auto und wir fanden zusammen den Trail. Das Abendessen am Lagerfeuer schmeckte doppelt gut! Am nächsten Tag sahen wir uns den Fluss noch einmal bei Tageslicht an, herrliches Wasser und über die Felssteine zu fahren bringt wirklich Spass und ist zugleich ein bisschen aufregend. Haben dann übrigens in diesem Fluss noch mehrmals gebadet, herrlich erfrischend bei der Hitze.





Känguruhs : Wo sind sie denn ?





Auf einer Rinderfarm, wo wir Rast machten, kümmerte sich die Farmerin um zwei Findlinge - und fütterte und pflegte die beiden Kängeruh-Waisen in eimem Beutel - bis sie selbständig werden und wieder als Wildtiere leben können.



Känguruhs, dachten wir, sehen wir überall: Doch weit gefehlt - wir haben mehr tote Tiere am Strassenrand gesehen als lebendige Känguruhs in der Natur!







Es gab von Australiern übrigens zwei besondere Tipps, wo wir Känge
uruhs sehen könnten : 1. Auf Golfplätzen, weil sie dort das Gras besonders gern mögen. 2. Im Zoo.

Kimberley: Unser erstes Camp in der Wildnis ...


Die ersten beiden Tage in den Kimberleys, im Nordosten Australien, fingen sehr originell an: Nach einem 7-Stunden-Flug von Sidney ueber Perth nach Broome, holten wir unseren 4-W-Fahrzeug, einen Nissan Control, ab und brausten los - fünf Stunden immer gerade aus, glücklicherweise einer meist gute Strasse, der einzige Highway dieser Region. Als wir in abends beim herrlich anzuschauenden Sonnenuntergang in Fitzroy River, unserer ersten (und auch einzigen möglichen!) Station ankamen, sollten wir im Zelt schlafen - bevorzugten jedoch nach einem solchen 12-Stunden Flug-und-Auto-Tag ein richtiges Bett und Dusche im Motel (siehe ganz unten das Foto). Dort sind meist Zelt- und Caravan-Platz sowie ab und an ein Motel und Restaurant und Tankstelle an einem Platz - meist auch dem einzigen Platz dieser Region füer die naechsten 200 oder auch 300 km ...
Am nächsten Tag sollte es früh morgens weitergehen, weitere ca. 5 bis 6 Stunden Autofahrt bis zum naechsten Camp, allerdings auf einer Sandpiste nur füer 4-W-Autos. Und Klaus vergass leider beim Auschecken die Pässe und wir mussten auf halber Strecke wieder zurückfahren ...
... und es gab weder ein Zelt noch ein Zimmer - aber im grossen Nissan die Sitze runtergeklappt und es war eine Liege wie im Flugzeug-Business-Class ! Da war sogar das morgendliche Duschen auf dem Camping-Platz, das Duschwasser durch Solaranlage erhitzt, geradezu wunderbar. Und dann erste das deftige Fruehstueck - schon draussen auf der Terasse bei wärmenden Sonne - herrlich.
Ja, auf dieser Tour haben wir eine Reihe von Dingen gemacht, die wir vo langer, langer Zeit zuletzt erlebt haben.





Wir sind in Australien - in Sidney !



Nach einem 10-Stunden-Nacht-Flug mit Air China, kamen wir morgens ziemlich groggy in Sidney an - und machten uns erst einmal sehr relaxte Tage in dieser coolen (und temperaturmäßig kühleren) Stadt. Wohnten beim Darling Harbour - die Hafen-Regionen und die City sind angenehm zu Fuss zu durchstreifen. Und dann natürlich die berühmte Oper! Diese Architektur und das Design, umgeben von Wasser, ist schon faszinierend. Und runderherum in dem Park und am Wasser gab es ein buntes Treiben - herrlich.









Ein ganz besonderes, längeres P.S. am Mittwoch, den 2. Juli 2008 von Klaus:
Doris und ich sind heute genau ein halbes Jahr in der Welt unterwegs. Und bislang waren es ganz besondere sechs Monate in Afrika und Asien und aktuell die ersten zwei Wochen Australien - hier bsilang vor allem im Nordwesten in der Wildnis - ohne Strom, ohne Telefon, ohne Internet, ohne TV, ohne Radio, wirkliche Wildernis!
Mir geht es meist ungemein gut, finde diesen bisherigen Teil unserer World Tour extrem interessant und spannend - und habe noch weiteres Fernweh. Mit Doris bin ich ja ausgesprochen gern Tag und Nacht zusammen - unterwegs im Auto oder Zug oder Flugzeug oder beim Trekking in Bergen und in der Natur oder City bummeln und im Hotelzimmer, im Zelt, in einer Lodge. Etwa 90% unserer gemeinsamen Zeit war ausgesprochen gut bis sehr gut bis ausgezeichnet und natürlich gab es auch schwierige und nicht so gute Tage und Nächte mit uns beiden. That's real life - das finde ich okay - und freue mich auf die zweite Hälfte unserer Weltreise (USA, Chile, Argentinien, Brasilien - bisher fast alles noch offen - und für Tipps sind wir dankbar!).
Aktuell planen wir, in der zweiten August-Hälfte unsere Töchter, meine Sarah und Doris' Jana, in New York zu treffen - bevor wir nach Südamerika gehen. Und dort (vorher in New Mexico ? oder spaeter in Chile ?) meinen Henry zu treffen. Und Mitte November in Sao Paulo auf der Hochzeit von unseren Freunden Wolf Dammann mit seiner Teresa zu sein. Um einen Monat später wieder in unserem Zuhause in Hamburg und auf dem Lande in Mörel, gemeinsam mit unserer Patchwork-Family Weihnachten und auch mit Freunden Sylvester 2008/2009 zu feiern.

PPS. Australien ist relativ teuer - und fast überall Self-Service, kein wirklicher Kunden-Service...