5/25/2008

Special Lunch : Was ich bislang noch nie gegessen habe



--- und eines von den beiden wohl auch nie wieder essen werden : Die Entenzungen (links), obwohl der eine, kleine Teil durchaus angenehm schmeckte, der gröseere Teil jedoch sehr knorpelig war . Der gelbe JellyFisch (überwiegend aus Algen) dagegen schmeckte als Gemüse wunderbar.




Doris (hier mit unserem Guide) wählte lieber ein Klassisches Menü: Knusprige Ente und Bohnen. Das zweite Gemüse, Chinesische Pilze auf Mangold, war dagegen neu für mich und schmeckte köstlich.





Zweimal Alt-Stadt: Sehr unterschiedlich








Die Vorzeige-Altstadt vor allem für Touristen (oben) und die traditionellen Wohnviertel der einfachen Bürger (unten)










In Shanghai gibt es zwei Altstadt-Welten: Ein besonders schönes, neu aufgebautes Viertel traditioneller China-Häuser - allerdings nur mit Shops und Restauratnts für Touristen. Und natürlich auch den Repräsentatanten der westlichen Welt wie Starbucks, McDonalds,
KFC, Paulaner oder Heinecken.
Die anderen, reale Altstadt von Singapur sind Viertel mit einfachen, zwar traditionellen aber meist unrenovierte Wohnhäuser, ein- bis dreigeschossig. Mit kleinen Läden für die Nachbarn, natürlich den Garküchen, auch mal kleine Gemüse-Märkte und leichte Turn-Übungs-Geräte für Senioren und viele Fahrhräder, Mofas,Mopeds.
Und die Wäsche hängt zum Trocknen entweder aus dem Fenster oder auf der Strasse.
Allerdings werden diese alten Wohnviertel Stück für Stück abgerissen, weil dort dann neue Wohn-Hochhäuser entstehen, wie bereits überall in der Stadt - entweder einfacheSozialwohnungen oder teure Eigentumswohnungen für die offiziell 18, real aber wohl fast 20 Millionen Bürger der Stadt. So hat denn auch der Immobilienmarkt in Shanghai die größten Wachstums- und Rendite-Raten aller lokalen Wirtschaftszweige.

Shanghai: Kapitalismus statt Kommunismus

Für uns ist faszinierend, live zu sehen, wie in einem kommunistischen Land die freie Marktwirtschaft, der Wirtschafts- Wettbewerb, der zum Teil ungehemmte Konsum, ja in grossen Teilen der Kapitalismus pur gelebt wird. Und fragten uns, wo kommt das viele Geld her ? Die Antwort unseres Guides: Ja, wir haben sehr viele neue reiche Familien. Und die reichen Auslandschinesen sind auch wichtig. Und natürlich die Repräsentanten der Joint-Ventures mit internationalen Firmen, Und das Partei- und Regierungs-Establishment.



Riesen-Logo am Wolkenkratzer in der City.




Oben: Freie Marktwirtschaft im Wohnungsmarkt. Die neuen Hochhäuser sind fast ausschliesslich komfotbale Eigentumswohnungen. Unten: Westliche Luxus-Marken präsentieren sich extrem massiv.



Wenn man Singapur schon als Region von mit extrem viel Geld, XXXL-Konsum,viel Reichtum empfindet, wird dieses noch getoppt von Shanghai. Soviele riesige Luxus-Shops der teuersten internationale Marken, so viele grosse, teure Autos, so viele modisch gestylte Frauen, so unendliche Dimensionen von Menschen und Märkten (EU plus USA mal zwei = China).
Wie geht Kommunismus und Kapitalismus zusammen ? Unser chinesischer Guide erzählt dazu die jetzige Formel, nach der die kommunistische Regierung arbeitet : Uns ist es egal, ob es schwarze, rote oder weisse Katzen sind, Hauptsache, sie fangen Mäuse. Produzieren also neues und mehr Geld, schaffen Arbeitsplatze, ermöglichen schnellstes Wirtschaftswachstum, bringen viel Steuern. So sollen mehr als die Hälfte aller PCs und Handys der Welt bereits im Grossraum Shanghai produziert werden - egal für welche Marken. China ist wohl bereits jetzt die Fabrik der Welt, der internationalen Marktwirtschaft. Das gilt vor allem für den Osten Chinas, für das neue, moderne China, die Zukunft Chinas.
Natürlich leben hier auch viele Normal-Chinesen, die nicht viel Geld verdienen und in alten Wohnungen ohne Komfort und Sanitär leben. Und im Westen Chinas ist, so heisst es, heute nur die Vergangenheit von China und das Gegenteil der Shanghai-Region.

Mao - mal Trödel, mal Kunst - oder eine Bar





Heute finden wir Mao nur noch als Souvenir, als Kitsch, als Flohmarkt-Utensil (siehe unten). Offiziell heist es , Mao habe es zu 70% richtig gemacht, doch das reale Leben in China sieht eher entgegengesetzt aus. Wer sich jedoch noch aktiv mit Mao zu beschäftigen scheint, sind Chinas Künstler - meist ironisch oder kritisch (siehe oben). In Shanghai heisst eine trendy Bar Mao - für die New Generation der Lifestyle-Szene ...














Der Yuyuan Garten in Shanghai








Der wunderbare Yuyuan Garten, der mitten in Shanghai liegt, wurde im 16. Jahrhundert während der Ming Dynastie von der wohlhabenden Pan Familie der errichtet. Es dauerte 18 Jahre den grossen Garten mit Pavillonen, Teichen, Kanälen und Steinmonumenten anzulegen, der während des Opium Krieges zum Teil zerstört wurde.

5/24/2008

Morgendliches chinesisches Schattenboxen



Morgens früh treffen sich Tausende meist älterer Chinesen in den Parks ihrer Wohnviertel um Tai Chi, das chinesische Schattenboxen zu üben.



Die älteren Menschen halten sich damit fit, vertreiben sich die Zeit und knüpfen Kontakte. Meist findet sich ein Meister, der eine Gruppe leitet, bei der jeder mitmachen kann. Ganz besondere Meister praktizieren die oft bis zu anderthalb Stunden dauernden Abläufe auch allein und Neulinge können von ihnen lernen.

Manchmal nehmen die Frauen auch rote Fächer dazu und vereinzelt auch Schwerter. Die Übungen sind gar nicht so leicht nachzumachen...

Mehr als doppelt soviele Wolkenkratzer wie in New York






In knapp 20 Jahren entstanden in Shanghai inzwischen mehr als doppelt soviel Wolkenkratzer als in New York - und überall in der Stadt werden weitere, neue gebaut.
Wir waren in dem z.Zt. höchsten Wolkenkratzer - Jinmao Tower -
mit dem phantastischen Blick über die Stadt. Und bei einer Bootsfahrt auf dem Huangtu-River fuhren wir die Skyline entlang.

Oben noch einige Fotos aus diesem z.Zt. grössten Shanghai-Tower, in dem neben Büros das Hotel Grand Hyatt ist.

Nebenan entsteht übrigend der demnächst grösste Skyscraper, der für uns wie ein überdimensionaler Flaschenöffner aussieht und eine wunderbar elegante Linie hat : World Finance Center, in dem dann 27 internationale Grossbanken aktiv arbeiten, natürlich haben sie diesen Bau finanziert,