6/13/2008

Bunte Trachten und sehr lange Haare

In dem kleinen Dorf Jinkeng lebt der Volksstamm Yao, eine der 56 ethnischen Minderheiten in China. Mit den Zhang - eine andere Minderheit - aus dem Nachbardorf Ping An gibt es keinen aktiven Kontakt, also auch keine Mischehen ...
Hier im Dorf tragen die Frauen täglich -nicht für die Touristen-die traditionelle Kleidung bei ihrer Arbeit. Uns faszinierten die durch die schweren Ohrringe langgezogenen Ohrläppchen. Und natürlich die sehr lange Haare (hier hochgebunden), die sie im vom Touristen stark besuchten Nachbardorf Ping An für 5 Yuan (=50 Cent) entfalten und zeigen.





97 Jahre und raucht und raucht ...







... der Dorf-Älteste freut sich über unseren Besuch
und zeigt uns stolz seinen Ur-Enkel, bereits mit traditioneller Hut-Tracht des Dorfes.

Jinkeng: Ein besonders schönes Dorf inmitten der großen Reis-Terrassen


Das Landleben ist für die Bauern einerseits sehr einfach und sehr hart - andereseits auch relaxed. Dieses Dorf Jinkeng war bis vor 20 Jahren von der Aussenwelt abgeschnitten, hat seitdem eine Sandstrasse als Verbindung. Und die traditionelle Holzbauweise, eine Variante von Fachwerk, wird auch noch heute bei den Neubauten angewendet.





In den alten Bauernhäusern sind im Erdgeschoss die Ställe für die Tiere - hier Schweine. Im Obergeschoss lebt die Bauernfamilie - alles sehr einfach. Und im grossen Raum hängt Mao an der Wand, das Schlafzimmer ist eine Liege, meist schlafen mehrere Familienmitglieder in einem Raum. Das China-WC ist kaum mehr als eine Öffnung im Boden - aber im Haus existiert gibt es einen PC und Internet.






6/12/2008

Weiss ist schön!

Je weisser, je lieber ist das Motto schönheitsbewußter Chinesinnen, die keinen Sonnenstrahl auf ihre Haut lassen und überall und immer Sonnenschirme bei sich tragen und selbst bei Hitze Handschuhe anziehen. Weisse Gesichter und Hände sind in China ein Statussymbol, denn sonnengebräunte Haut gilt als Zeichen, dass man draussen arbeiten muss. Die Drogerien sind voll mit Bleichcremes und -lotionen.















Auch weisse Tiere, wie Chow-Chows, Siamkatzen, Tauben und Koi-Karpfen sind bei Chinesen besonders beliebt.




The Commune by the Great Wall: Architekten-Design-Häuser at it's best



Dass wir noch einmal in einer Kommune leben würden, hätten wir auch nicht gedacht. Ein Immobilien-Paar aus Shanghai beauftragte elf Architekten aus Asien mit Schwerpunkt China, mit lokalen Bau-Materialien jeweils eine neuartige Villa zu entwerfen mit zentralen Wohn- und Ess-Zimmer sowie Küche und großzügigen Terassen sowie vier bis acht einzelne, sepearate Schlafzimmer. Diese Villen, als Wochenend-Domizil an der Grossen Mauer gedacht, sollten als ein Dorf, als eine Kommune leben - mit Restaurant, Spa und anderen Annehmlichkeiten. Doch der Verkauf haperte und Kempinski hat dann das Projekt als Hotel an sich genommen und managt es inzwischen sehr erfolgreich. Die Hotel-Mitarbeiter alle in schwarzen Outfit, natürlich mit rotem Stern. Inzwischen sind neben den elf ersten Bauten 30 weitere Villen dazugekommen, z.T. auch mit mehr Schlafzimmern. Und ab der Olympiade hat diese Commune auch einen grossen Pool.




Wir testeten das Cantilever House des Architekten Antonio Ochoa (siehe das erste grosse Foto oben), leider nur eine Nacht. Von beiden Seiten viel Licht im Wohn- und auch im Schlafraum, ein sehr großzügiger Grundriss und die rötliche Tempelfarbe zieht sich durch das ganze Haus. Könnte man auch ausgesprochen gern länger bleiben ...











Das Haus Bamboo Wall des japanischen Architekten Kengo Kuma fanden wir besonders stark. Auch wenn der Bambus nur als Sonnenschutz und unterschiedliche Design-Formate eingesetzt ist.




Zweites Mal Große Mauer - trepp auf, trepp ab!



Zum zweiten Mal auf der Grossen Mauer, dieses Mal im Abschnitt Ba Da Ling - und es ist wieder dieses herrliche, bombastische Gefühl !
Wir können nur relativ kurze Strecken nach beiden Seiten wandern (besser treppauf, treppab steigen), weil die Mauer hier teilweise in einem schlechten Zustand und es zu gefährlich ist.





So steile und hohe und unendlich viele Stufen hatten wir bislang nicht rauf und runter gehen müssen. Und die Steine haben über die Jahrhunderte inzwischen schon Furchen vom Auf und Ab - früher der Soldaten, heute der Touristen.











Oben: Die Mauer ging hier nicht weiter, der weitere Weg ist völlig zugewachsen.
Unten: Zwei China-typische Schilder: Wenn Kinder grösser als 1,20 m sind, zahlen sie Erwachsenen-Eintrittspreise. Und bei Gewitter kann der Blitz ins Handy einschlagen!